Göttinger Forscher: Regenwaldabholzung in Indonesien führt zu höheren Temperaturen
Forscher unter der Leitung der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass die Abholzung des Regenwaldes in Indonesien zur Gewinnung von Palmöl zu einer höheren Temperatur in der Region führt. In ihren Untersuchungen beschäftigten sich die Bioklimatologen mit der Provinz Jambi auf der Insel Sumatra und werteten dabei Satellitendaten zwischen den Jahren 2000 bis 2015 sowie am Boden erhobene Daten aus. Dabei bemerkten sie, dass abgeholztes Land zehn Grad wärmer war als Wälder. Durchschnittlich sei die vormittags gemessene Oberflächentemperatur im Jambi in diesem Zeitraum um etwa ein Grad gestiegen. Grund für den Anstieg sei nicht nur der Klimawandel, sondern auch die Landnutzung. Ein von Landnutzungsänderungen unberührtes Waldgebiet hatte sich im gleichen Zeitraum nur um knapp 0,5 Grad erwärmt. Daraus schlussfolgerten die Wissenschaftler, dass auch die Art der Landnutzung Auswirkungen auf die Erwärmung haben muss. Weiter gehen sie davon aus, dass dies auch Konsequenzen für die Tier- und Pflanzenwelt haben könnte und die entsprechenden Gebiete auch für Flächenbrände anfälliger sein könnten.