Köhler soll im Konflikt um Mieterhöhungen zwischen Studenten und Studentenwerk vermitteln
Im Streit um die Sanierungsmaßnahmen in den selbstverwalteten Studentenwohnheimen in der Burgstraße und der Roten Straße in Göttingen haben gestern beide Seiten Stellung bezogen. Für die Finanzierung des Großteils der auf 5,5 Millionen Euro geschätzten Kosten sieht das Studentenwerk Mieterhöhungen oder den Kauf durch das Hausprojekt Rote Straße/ Burgstraße vor. Dazu der Geschäftsführer des Studentenwerks Jörg Magull: "Unstrittig ist, dass die Nutzung der Gebäude ihre Endzeit erreicht hat und wir sanieren müssen. Und das Sanierungskonzept steht ja auch, ist mit den Bewohnerinnen abgestimmt,. Also dass saniert werden muss, ist unstrittig. Die Sanierungskosten und die daraus entstehenden Abschreibungszins- und Tilgung muss über die neue Miete refinanziert werden". Vertreter der Hausprojekte Rote Straße/ Burgstraße, der Studentenvertretung im Studentenwerk und der Wohnrauminitiative hielten dagegen, dass nötige Reparaturen über Jahre verschleppt wurden und der jetzige schlechte Zustand der sechs betroffenen Häuser durch rechtzeitige Maßnahmen hätte verhindert werden können. Auch sei es nicht vertretbar, vom Vermieter zu tragende Kosten auf die Mieter umzulegen und so günstigen Wohnraum abzubauen. Beide Seiten hatten zur Pressekonferenzen eingeladen, nachdem die Gespräche am vergangenen Mittwoch abgebrochen worden waren. Eine mögliche Lösung könnte die Beteiligung von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler bringen, der sich auf Anfrage bereit erklärt hat, zu vermitteln.