Universität Göttingen schlägt Zertifizierungssystem für Trophäenjagd in Afrika vor
Um ethische Kriterien zu berücksichtigen, hat ein internationales Forscherteam der Universität Göttingen ein Zertifizierungssystem für die Trophäenjagd in Afrika vorgeschlagen. Dabei sollen mehrere Kriterien berücksichtigt werden. So sollen Landbesitzer oder die lokale Bevölkerung beispielsweise eine Entschädigung erhalten. Es soll aber auch artenspezifische Quoten geben. Zudem seien strenge Begrenzungen hinsichtlich des Alters der Tiere und der Größe der Trophäen nötig. Die ethischen Jagdstandards müssten auch klar definiert sein. Der Leiter der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen und Ko-Autor der Studie, Teja Tscharntke, sieht in der Anwendung des Systems auf Landschaftsebene einen Kostenvorteil für die Zertifizierung. Außerdem würde es der Umwelt und der lokalen Bevölkerung zugute kommen. Die Wissenschaftler haben eine Online-Umfrage angelegt, über die sie herausfinden wollen, inwiefern die Finanzierung afrikanischer Naturschutzbemühungen in der Öffentlichkeit unterstützt wird.
Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat ein Zertifizierungssystem vorgeschlagen, um sicher zu stellen, dass bei der Trophäenjagd ethische Kriterien eingehalten werden. (Bild: Universität Göttingen)
Dr. Thomas C. Wanger,, einer der Erstautoren der Studie. (Bild: Universität Göttingen)
Prof. Dr. Teja Tscharntke, Ko-Autor der Studie (Bild: Universität Göttingen)