Geschrieben von Jeanine Rudat
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Der VSR-Gewässerschutz hat in der Leine eine zu hohe Nitratkonzentration festgestellt. Besonders die Situation im Oberlauf bereitet den Gewässerschützern Sorge, aber auch im niedersächsischen Mittellauf stellten sie in Friedland 34 mg/l, in Göttingen 28 mg/l und in Höckelheim 22 mg/l Nitrat fest. In Northeim führt der Zufluss der wasserreichen Rhume mit einer Nitratkonzentration von neun mg/l zu einer erheblichen Verdünnung des belasteten Leinewassers. Während die Leine bis Northeim durch eine intensive Landwirtschaft mit vielen Ackerflächen fließt, kommen die Rhume und ihre Zuflüsse aus weniger landwirtschaftlichen Gebieten mit großen Waldanteilen. Im weiteren Verlauf bis Einbeck-Salzderhelden durchfließt die Leine ein Naturschutzgebiet in der Leineniederung Salzderhelden. Hier stellten die Gewässerschützer nur noch 12,6 mg/l fest – die geringste Nitratkonzentration, welche im Rahmen der Messfahrt im März gefunden wurde. Insbesondere Ackerflächen mit einer hohen Düngeraufbringung würden zu einer Erhöhung der Nährstoffbelastung in der Leine führen, so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Die Messwerte würden belegen, dass Naturschutzflächen zu einer Verbesserung der Wasserqualität führen. Der VSR-Gewässerschutz fordert aus diesem Grund weitere Renaturierungsmaßnahmen an der Leine.

Harald Gülzow beim Analysieren im Labormobil (Bild: Gerhard Seybert / VSR-Gewässerschutz)