Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Ratsmitglieder in Göttingen sollen den Nachtragshaushalt für das kommende Jahr ablehnen. Dafür spricht sich der Stadtverband der Jungen Union (JU) aus. Er wirft Rot-Grün Skrupellosigkeit und falsche Prioritätensetzung vor. Es sei nicht nachzuvollziehen, weshalb in die Schaffung neuer Radwege investiert werde, nicht aber in die Sanierung der bestehenden, so der JU-Vorsitzende Simeon Atkinson. Er stellt auch den Zuschuss von 1,9 Millionen Euro für die Erweiterung der Sparkassen-Arena infrage. Das Projekt würde nur wenigen Bürgern der Stadt nützen. Hingegen seien die Finanzen für andere Vorhaben zu knapp bemessen. Die Tafel würde lediglich mit 3.000 Euro unterstützt, kritisiert Atkinson weiter. Insgesamt gebe es im Nachtragshaushalt bis 2020 zwar ein Plus von etwa 20 Millionen Euro bei den Einnahmen. Gleichzeitig würde aber eine Neuverschuldung in Höhe von rund zehn Millionen Euro erreicht. Die Kredite sollten jetzt zurückgezahlt werden, da die Steuereinnahmen hoch genug seien, fordert Atkinson. Am Freitag ist der Nachtragshaushalt Thema im Rat der Stadt.