Neue Erkenntnisse Göttinger Herzforscher zur Vorbeugung von Herzmuskelschwäche
Göttinger Herzforscher der Universitätsmedizin haben neue Erkenntnisse zur Vorbeugung von Herzmuskelschwäche gewonnen. Dazu untersuchten sie krankhafte Herzwandverdickungen, die als Folge einer anhaltenden Druckbelastung, beispielsweise durch Bluthochdruck oder eine Herzklappenerkrankung, ausgelöst wird. Die Erkrankung kann zu einer Verschlechterung der Herzfunktion, zu Herzinsuffizienz und Herzversagen führen. Verursacht wird die Herzschwäche unter anderem durch das Absterben von Herzmuskelzellen. Zusammen mit Wissenschaftlern der Indiana University School of Medicine ist es den Göttinger Forschern nun gelungen, in einem Mausmodell die Zellteilung in erwachsenen Herzmuskelzellen erneut zu aktivieren. Diese Fähigkeit konnte bei einer Druckbelastung des Herzens einer Herzschwäche vorbeugen und die Überlebensrate deutlich verlängern. Die Kompensation der Belastung erfolgt dabei durch eine Herzwandverdickung. Diese wird durch die Vermehrung der Herzmuskelzellen anstatt durch die Vergrößerung des Volumens der einzelnen Herzmuskelzellen hervorgerufen. So kann eine Narbenbildung verhindert werden.
Priv.-Doz. Dr. Karl Toischer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG und Erstautor der Studie. (Bild: hzg/lange)
Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Letztautor der Studie, Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG und Vorsitzender des Herzzentrums Göttingen. (Bild: hzg/schmidt)