Geschrieben von Jeanine Rudat
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Der Göttinger Verein „Wege ohne Gewalt“ (WoGe) hofft auf die Umsetzung von Gesetzesinitiativen, um mehr Kurse in der Region anbieten zu können. Momentan finanziert sich der Verein durch Spenden und staatliche Gelder. Jedoch liegt die Höhe der staatlichen Zuschüsse im Ermessensspielraum der lokalen Politiker. Aus diesem Grund gibt es nun Gesetzesinitiativen, die Grundlagen schaffen wollen, welche Politiker dazu verpflichten, staatlich finanzierte Maßnahmen im Kontext der Opfer- und Täterarbeit aufzubauen. Dadurch könne auch WoGe mehr Kurse in der Region anbieten, so Thomas Scheskat, Mitglied des Vereinsvorstands. „Wenn man jetzt einfach mal hochrechnet, in unserem Landkreis haben wir ungefähr sieben- bis achthundert bekannt gewordene Gewalttaten im häuslichen Bereich, pro Jahr. Und davon landet ungefähr ein Fünftel bei uns. Wir könnten alle in die Pflicht nehmen, wenn wir die Mittel hätten und das Personal. Also wir könnten bis zu siebenhundert Menschen, die auffällig werden, die werden ja dann auch angesprochen, es gibt diese aktive Ansprache durch die Polizei und auch durch uns. Also man könnte tatsächlich solche Fälle bearbeiten.“ Die Gruppentrainings von WoGe richten sich ausschließlich an männliche Täter. Doch auch Frauen, die häusliche Gewalt ausüben, können in Einzelgesprächen bei dem Verein Hilfe finden. In diesem Jahr hat WoGe sein zehnjähriges Bestehen gefeiert.