Geschrieben von Karina Heepe
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Die Initiative "Deportation Watch" hat gestern in der Göttinger Innenstadt die Ergebnisse einer Aktion präsentiert, die sie an der Flüchtlingsunterkunft Siekhöhe durchgeführt hat. Dabei haben die Mitglieder der Initiative und einige Geflüchtete auch die Lage in der Siekhöhe näher erläutert. „Deportation Watch“-Mitglied Susanne Köring zu der nächtlichen Aktion: "Wir sind einfach um 12 Uhr an der Siekhöhe gewesen und haben dann gegenüber von dem Eingang unser Transpi aufgehangen, 'Deportation Watch', und haben uns dann davor gesetzt und haben gewartet, ob die Polizei kommt oder nicht. Und wenn sie gekommen ist, dann ist ja auch immer von der Landesaufnahmebehörde Braunschweig ein Auto mit da gewesen, dann Transporter von der Polizei und ein PKW. Dann haben wir Fotos gemacht, um das zu dokumentieren. Und wir haben dann da bis morgens um sechs Uhr ausgeharrt, weil die Abschiebungen bisher zumindest immer nur nachts stattgefunden haben." Die Flüchtlinge berichteten von ständiger Angst vor nächtlichen Abschiebungsversuchen durch die Polizei. Sie bemängelten zudem fehlende Privatsphäre aufgrund der Lagerraumatmosphäre. Durch den Schlafmangel und auch die Abgeschiedenheit der Flüchtlingsunterkunft im Groner Industriegebiet könne keine Integration stattfinden, so die Beteiligten weiter. "Deportation Watch" forderte daher die sofortige Schließung der Siekhöhe.