Fraktionsgeschäftsführerin der Göttinger Grünen fordert die Abschaffung von §218 u. 219a
Die Fraktionsgeschäftsführerin der Göttinger Grünen, Ina Jacobi, fordert die Abschaffung der Paragraphen 218 und 219a des Strafgesetzbuches. Diese würden die Selbstbestimmung von Frauen beeinträchtigen und gehörten daher abgeschafft, so Jacobi. Hintergrund ist die Debatte um Schwangerschaftsabbrüche. Auch Ute Wiese-Hast von pro familia Göttingen spricht sich für das Recht auf Selbstbestimmung aus. Es dürfe nicht sein, dass Ärzte verurteilt werden, weil sie über Abtreibungen informieren, kritisiert sie. Mit einer Podiumsdiskussion will das Frauenforum Göttingen heute erneut auf das Thema aufmerksam machen. Neben der wegen des Verstoßes gegen den Paragraphen 219a angeklagten Frauenärztin aus Kassel, Nora Szasz, sind auch der Göttinger Bundestagsabgeordnete der Grünen, Jürgen Trittin, und Sally Lisa Starken vom Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen auf dem Podium vertreten. Die Veranstaltung unter dem Titel ?Selbstbestimmung von Frauen 2(0)18? beginnt heute um 19 Uhr im Ratssaal der Stadt Göttingen.