Wissenschaftler der Universität Göttingen entdecken Zusammenhang zwischen Wilderei und Raubtierangriffen
Wissenschaftler der Universität Göttingen haben einen Zusammenhang zwischen Wilderei und den Übergriffen von Raubtieren auf Nutzvieh entdeckt. Dafür haben sie seit 2015 Daten aus dem Nordiran ausgewertet. Dort sind inzwischen Huftiere wie das Maral, ein hirschähnliches Tier, ausgestorben. Grund sei demnach die Jagd von Wilderern auf Beutetiere. Fehlen diese, weichen Raubtiere auf Nutzvieh aus. Dies wiederum würde Vergeltungsmaßnahmen wie das Abschießen von Raubtieren nach sich ziehen. Strafverfolgung und Maßnahmen zur Konfliktminimierung müssten darum kombiniert werden, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, erklärt Matthias Waltert, Leiter der Arbeitsgruppe für Bedrohte Arten an der Universität Göttingen. Hierzu sei es nötig, die Ursachen für die Wilderei in Erfahrung zu bringen und dagegen vorzugehen.