Göttingen: IfD reagiert auf Kritik des "No-IfD-Bündnisses" an Tagung
Das Bündnis „No-IfD“ hat die kürzlich stattgefundene Tagung zu linker Militanz des Institut für Demokratieforschung (IfD) kritisiert. Die Veranstaltung hätte engagierte linke Jugendliche als Gefahr problematisiert. Die Forschung des IfD sei unsachlich für eine „linke Praxis“. Weiterhin würden die Wissenschaftler des Instituts bei der Forschung keine differenzierten Begrifflichkeiten für die Beschreibung aktiver Jugendlicher benutzen. Es würden lediglich wissenschaftlich zweifelhafte Informationen gesammelt, um diese dem Verfassungsschutz und anderen vom Bündnis als „Repressionsbehörden“ bezeichneten Einrichtungen zu kommen zu lassen. Matthias Micus, sozialwissenschaftlicher Mitarbeiter am IfD, rückte dagegen in einer Stellungnahme den Fokus der Tagung auf Kritik und Kontroverse. Ziel der Tagung sei nicht die gezielte Prävention linken Engagements, sondern das Zusammenbringen verschiedener Ansätze politischer Bildung gewesen. Dies zeige sich besonders an der pluralistischen Kritik von Tagungsteilnehmern am Bundesprogramm „Demokratie leben“. Die Kritik des No-IfD-Bündnisses sei vor diesem Hintergrund unproblematisch, nicht jedoch die Wahl des Bezugspunktes und die Art der Kritik. Bis Ende des Monats würde eine Dokumentation über die Tagung erstellt und veröffentlicht. Der Vorwurf der Weitergabe von Exklusivinformationen an Sicherheitsbehörden entspräche in keinster Weise der Wirklichkeit. Das „No-IfD-Bündnis“ hatte in den vergangenen Wochen wiederholt die Arbeit des IfD angeprangert und Listen von dessen Mitarbeitern veröffentlicht, mit dem Ziel, Hausverbote gegen die Sozialwissenschaftler durchzusetzen.