Geschrieben von Johannes Meinecke
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Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert das Projekt „WHOLESUN“ von vier leitenden Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen. Dabei soll die Sonne als Ganzes untersucht werden, um den Ursprung der magnetischen Aktivität des Sterns zu verstehen. Das Projekt wird in Göttingen, an der St. Andrews Universität in Großbritannien, dem französischen Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien (CEA) und der Universität Oslo im Rahmen eines Synergy Grants getragen. In den nächsten sechs Jahren werden die Forscher versuchen zu verstehen, wie das Magnetfeld im Innern der Sonne erzeugt wird und wie dadurch Sonnenflecken auf der Oberfläche unseres Sterns und Eruptionen in seiner Atmosphäre entstehen. Zu diesem Zweck soll die Sonne als Ganzes mit Supercomputern modelliert werden. Die Simulation wird anschließend mit Beobachtungsdaten von Weltraummissionen kombiniert. Robert Cameron vom MPS betont dabei den Wert einer umfassenden Betrachtungsweise. Das Team will mit der Entwicklung neuer Werkzeuge im Bereich der numerischen Simulation und der Sonnenbeobachtung versuchen, den gesamten Lebenszyklus von Sonnenmagnetfeldern abzubilden.