Northeimer Kreisausschuss soll über Zusatzbeitrag für Pflegeeltern in Elternzeit entscheiden
Eine Beschlussvorlage der Northeimer Kreisverwaltung sieht vor, Pflegeeltern analog zum Elterngeld einen Zusatzbeitrag von 800 Euro monatlich für die Dauer von einem Jahr zu gewähren. Damit soll die Bereitschaft erhöht werden, Pflegekinder aufzunehmen indem die Einkommensverluste bei Aufgabe einer Erwerbstätigkeit abgemildert werden. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses in Northeim haben sich für die Durchführung einer zunächst zweijährigen Testphase ausgesprochen. Die finanzielle Unterstützung soll allen Pflegeverhältnissen gewährt werden, in denen sich zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2020 eine Pflegeperson in Elternzeit befindet. Nach Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel würden sich im Landkreis Northeim in den letzten Jahren weniger Familien finden, die ein Pflegekind aufnehmen. Ein Grund sei unter anderem, dass das gezahlte monatliche Pflegegeld nicht annähernd den Wegfall eines Gehalts ausgleichen könne. Eine Auszeit vom Beruf würde Pflegeeltern aber dringend empfohlen, damit die Zeit für das neu aufgenommene Pflegekind und den Aufbau einer gemeinsamen Beziehung genutzt werden könne. Nach einer Beratung im Finanzausschuss am 26. November entscheidet der Kreisausschuss am 3. Dezember endgültig über die Einführung des Zusatzbeitrages ab dem kommenden Jahr.