Geschrieben von Julia Kleine
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Göttinger Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben einen experimentellen Wirkstoff entdeckt, mit dem Mechanismen beeinflusst werden können, die im Zusammenhang mit der Alzheimer-Erkrankung stehen. In einem Mausmodell mäßigte der chemische Wirkstoff anle138b kognitive Ausfallerscheinungen und normalisierte die Genexpression. Überdies scheint er schädliche Löcher in der Hülle von Nervenzellen zu verschließen. Die Wissenschaftler schlagen vor, in klinischen Studien zu untersuchen, ob sich der Wirkstoff zur Behandlung von Alzheimer und möglicherweise anderen neurodegenerativen Erkrankungen eignet. Alzheimer ist eine verheerende neurodegenerative Erkrankung, die letztlich zur Demenz führt. Eine wirksame Behandlung gibt es bislang nicht. An der Studie waren außerdem noch weitere Forschungseinrichtungen aus Europa und den USA beteiligt, darunter das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, der Göttinger Exzellenzcluster „Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns“, die Technische Universität Braunschweig sowie die University of California San Diego.