Geschrieben von Julia Kleine
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Fluktuationen im Stromnetz hängen gleichermaßen von erneuerbaren Energiequellen und Stromhandel ab. Das ist das Ergebnis einer internationalen Forschergruppe, der auch Benjamin Schäfer und Marc Timme vom Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) angehören. Messungen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Finnland, Mallorca, Japan und den USA zeigten, dass größere Schwankungen in der Frequenz in Netzen mit einem größeren Anteil an erneuerbaren Energien auftreten. So sei beispielsweise der Anteil der Wind- und Solarerzeugung in Großbritannien um ein vielfaches höher und auch die Schwankungen der Netzfrequenz deutlich größer als in den USA. Allerdings stellten die Forscher auch Frequenzschwankungen im Netz fest, die auf den Stromhandel zurückgehen. Diese seien sogar bedeutender als solche aufgrund der Einspeisung erneuerbarer Energien, erklärte Marc Timme vom MPIDS. Um den Anteil der erneuerbaren Energie zu erhöhen, empfehlen die Wissenschafter eine verstärkte Investition in eine sogenannte Primärregelung und Demand Control, mit der eine intelligente Anpassung der Erzeuger und Verbraucher an die Frequenz vorgenommen werden kann.