Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
Der Göttinger FDP-Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle sieht in dem nun ausgearbeiteten Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD die junge Generation benachteiligt. Dazu Kuhle im StadtRadio-Interview: „Wir haben als FDP und gerade auch als Junge Liberale sehr genau hingeguckt, als die Große Koalition in der letzten Wahlperiode Rentenreformen beschlossen hat und festgestellt: Naja, das geht eigentlich eher zu Lasten der jungen Generation. Jetzt müssen wir feststellen: Das ist eigentlich noch schlimmer geworden. Denjenigen, die sagen, das hättet ihr ja bei Jamaika besser machen können, muss man aber fairerweise entgegen halten, also zur Rentenpolitik hatten wir auch nichts vereinbart. Und da war eigentlich der Schulterschluss zwischen CSU und Grünen leider so groß, dass wir uns da auch nicht durchgesetzt hätten.“ Auch hinsichtlich der Innenpolitik zeigt sich Kuhle unzufrieden. Die Vorratsdatenspeicherung werde nicht einmal im Koalitionsvertrag angesprochen, kritisiert der FDP-Politiker. Dass Schwarz-Rot nun Investitionen in digitale Infrastruktur plane, sei jedoch begrüßenswert. Allerdings hätte Kuhle sich ein Digital- anstatt ein Heimatministerium gewünscht.

Konstantin Kuhle, FDP-Bundestagsabgeordneter für Göttingen (Bild: Jennifer Bullert)