Geschrieben von Tanita Schebitz
Datum:
Die Zahl der Asylfälle vor dem Göttinger Verwaltungsgericht ist im vergangenen Jahr stark angestiegen. Das hat Präsidentin Stefanie Killinger gestern bekannt gegeben. "Mittlerweile das es sogar so, dass wir etwa sechzig Prozent unseres Gesamtgeschäfts aus diesem Bereich haben und für uns ist es ganz wichtig, dass wir diese Verfahren schnell bearbeiten. Wir haben dafür mehr Personal bekommen und eine ganz wesentliche Neuerung ist auch, dass wir voll elektronisch mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kommunizieren. Das erleichtert das Geschäft ganz erheblich." Insgesamt gab es einen Zuwachs von zu bearbeitenden Verfahren von etwa einem Drittel. Bisher kann das Verwaltungsgericht noch eine durchschnittliche Bearbeitungszeit von sechseinhalb Monaten bei Hauptsacheverfahren und eineinhalb Monaten bei Eilverfahren erreichen. Laut Killinger werden sich in nächster Zeit aber diese Bearbeitungszeiträume teilweise verlängern, da die Menge vor allem an Asylverfahren nicht abnehme. Die Laufzeit bei den allgemeinen Verfahren, die nichts mit dem Asylrecht zu tun haben, sollen nach Möglichkeit nicht von einer längeren Bearbeitungszeit betroffen sein, so Killinger. Personell sei das Verwaltungsgericht gut aufgestellt, doch auch mit vier neuen Richterstellen würden die jeweiligen Richter noch mit einer Arbeitsbelastung von 1,5 arbeiten.

Verwaltungsgericht Göttingen (Bild: Tanita Schebitz)