Geschrieben von Kristin Fricke
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Unter dem Motto „Eltern-Taxi – so nicht!“ führte die Polizei Göttingen am Freitag eine Verkehrskontrolle vor dem Schulgelände der Hermann-Nohl-Schule und der Außenstelle des Hainberg-Gymnasiums (HG-Junior) durch. Die Maßnahme richtete sich gezielt gegen Autofahrer, die beim Abholen ihrer Kinder gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen. Sie beobachte seit geraumer Zeit die Zunahme solcher Eltern-Taxis, so die Schulleiterin des HG-Junior, Angelika Reese. Sie schätzt, dass etwa ein Drittel ihrer 300 Schüler mit dem Auto zur Schule gebracht und wieder abgeholt wird. Rücksichtloses Verhalten der Autofahrer gefährde die Sicherheit der anderen Kinder. Hinzu komme eine uneinsichtige und zunehmend aggressive Haltung der Eltern. Das Phänomen Eltern-Taxi sei in allen Schulen in Niedersachsen ein Thema, so der Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen, Jörg Arnecke. Die Herman-Nohl-Schule und das HG-Junior ständen nur exemplarisch dafür. Dabei sei das Abholen der Kinder mit dem Auto an sich nicht das Problem. „Gegen Eltern-Taxi haben meine Kolleginnen und Kollegen nichts, sofern die Eltern abseits der Schule parken, sodass durch die Parkweise keine Gefahrenstellen irgendwo erzeugt werden. Eltern-Taxi – so nicht, wenn zum Beispiel im Halteverbot geparkt wird, auf dem Gehweg geparkt wird, auf dem Fußgängerüberweg geparkt wird. Das tolerieren wir nicht. Es geht um die Sicherheit unserer Kleinsten, unserer Kinder.“
Damit Kinder auch ohne Unterstützung ihrer Eltern den Schulweg sicher zurücklegen können, biete die Polizeiinspektion Göttingen unterschiedliche Präventivmaßnahmen an, so Arnecke. Am HG-Junior beispielsweise sollen Kinder mit dem Projekt „Neue Wege“ für ihre Sicherheit im Verkehr sensibilisiert werden.

v.l.n.r.: Einsatzverantwortlicher Tobias Stark, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen Jörg Arnecke, Schulleiterin der HG-Junior Angelika Reese, Schulleiter der Hermann-Nohl-Schule Christopher Franzmann-Korff (Bild: Kristin Fricke)