Bündnis demonstrierte gestern in Göttingen für die Abschaffung des Paragraphen 219a
Das Wir-sind-laut-Bündnis, zu dem unter anderem die Göttinger Grünen gehören, hat gestern um 18 Uhr am Gänseliesel für die Abschaffung des Paragraphen 219a demonstriert. Damit wollten sie ein starkes Signal nach Berlin senden, wo seit gestern um 21:00 Uhr der Bundestag darüber berät. Die Union und die AfD wollen den Paragrafen beibehalten, die FDP will nur grob anstößige Werbung unter Strafe stellen, die SPD ist gegen den Paragraphen, Grüne und Linke fordern die ersatzlose Streichung des sogenannten Werbeverbots. Es sei ein Skandal, dass man überhaupt darüber reden müsse, so eine Teilnehmerin des Protestes gestern. Fachärztliche Informationen seien keine Werbung. Und fachärztliche Information zu diesem sensiblen Thema gehörten ins Internet, da man im 21. Jahrhundert lebe. Die Kundgebung gestern war nicht die erste gegen den Paragraphen 219a in Göttingen, zuletzt hat das Wir-Sind-Laut-Bündnis am 13. Januar demonstriert. Der Paragraph 219a verbietet die Werbung für Schwangerschaftsabbrüche. Darunter fallen nach aktuellen Gerichtsurteilen auch die sachliche Information über legale Schwangerschaftsabbrüche und der Hinweis auf deren Durchführung auf der Homepage von Ärzten.
Kundgebung in Göttingen (Bild: Göttinger Grüne)