Göttinger Linke: Geflüchtete in IWF-Unterkunft sollen in Wohnungen untergebracht werden
Die Göttinger Linke fordert vor dem Hintergrund der bevorstehenden Schließung der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Gebäude des Instituts für den Wissenschaftlichen Film (IWF) eine weitestgehende Unterbringung der Geflüchteten in Wohnungen. Sie verweist darauf, dass die Bewohner einen Wechsel in die Einrichtung auf den Zietenterrassen in Göttingen ablehnen. Erste Integrationserfolge würden mit der Umsiedlung zudem zunichte gemacht, so die Göttinger Linke. Stattdessen erachtet sie es für sinnvoller, die Bewohner aus der Siekhöhe dort unterzubringen, da dies eine Verbesserung für sie darstellen würde. In einem offenen Brief hatten sich die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft am Nonnenstieg zu ihrer Zwangsverlegung geäußert. Ursprünglich hatte diese am Montag stattfinden sollen, musste wegen eines Tuberkulosefalls aber verschoben werden. In dem Brief an Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler bemängeln die Bewohner, dass sie auch zwei oder drei Jahre nach ihrer Flucht noch immer in Massenunterkünften untergebracht sind. Sollten sie nicht in einer eigenen Wohnung untergebracht werden können, würden sie es vorziehen im IWF-Gebäude zu bleiben.