Göttinger Forscher: Winterweizen blüht früher als noch vor 60 Jahren
Forscher der Universitäten Göttingen und Bonn haben herausgefunden, dass Winterweizen heutzutage rund zwei Wochen früher blüht als noch vor 60 Jahren. Hauptgrund ist, dass die jüngeren Sorten zwischen Feldaufgang und Blüte auf 14 bis 18 Prozent weniger Wärmesumme angewiesen sind als die Sorten aus den 50er und 60er Jahren. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Aussaat früher oder später stattfinde. Für ihre Studie werteten die Wissenschaftler 500.000 Beobachtungen der Pflanzenentwicklung aus. Als Fazit zogen sie aus ihren Ergebnissen, dass die Folgen der Erderwärmung auf den Winterweizen überschätzt würden. In weiteren Studien sollte daher auch berücksichtigt werden, dass die Sorten weiterentwickelt wurden.
BU: Feldversuch mit Winterweizen: Gegenüberstellung der Sorte „Tommi“ aus dem Jahr 2002 und der Sorte „Heines VII“ aus dem Jahr 1950 in der Phase zwischen Beginn des Ährenschiebens und Beginn der Blüte (Bild: Universität Göttingen)