Geschrieben von Julia Kleine
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Eine Forschergruppe unter der Leitung von Göttinger Geobiologen hat in Gesteinen Westaustraliens die bislang ältesten Spuren des Lebens nachgewiesen. Das teilte die Universität Göttingen mit. Die Forscher fanden in Steinen des australischen Pilbara-Kratons molekulare Fossilien. Diese sollen rund 3,5 Milliarden Jahre alt sein. Mit modernen analytischen Mitteln konnten die Wissenschaftler die organischen Verbindungen aus dem Gestein isolieren. Diese Verbindungen wiesen unter anderem für Bakterien typische Kettenlängen auf und stellten molekulare Fossilien dieser Lebensformen dar, erklärte Jan-Peter Duda vom Göttinger Forscherteam. Es handele sich somit um den ältesten direkten Nachweis mikrobiellen Lebens auf der Erde und dies werfe neues Licht auf die Entstehung und früheste Entwicklung von Leben auf der Erde.

Das Pilbara-Kraton in Westaustralien. Göttinger Geobiologen haben in 3,5 Milliarden Jahre alten Gesteinen aus dieser Region die ältesten molekularen Fossilien der Erde gefunden (Bild: Universität Göttingen)

Dr. Jan-Peter Duda (Bild: Universität Göttingen)

Prof. Dr. Joachim Reitner (Bild: Universität Göttingen)