Geschrieben von Julia Kleine
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Kurz vor den Osterfeiertagen haben die Jungen Liberalen Göttingen erneut Kritik am Tanzverbot von Gründonnerstag bis Karsamstag geübt. Das Anliegen der Christen, einen ihrer höchsten Feiertage angemessen begehen zu können, sei gerechtfertigt. Aber ebenso sollten Menschen, die keiner Konfession angehören, die Möglichkeit für eine freie und offene Tagesgestaltung erhalten, so Niklas Kelting, der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen. Die Ausübung individueller Glaubensansichten einer Religionsgemeinschaft dürfe nicht dazu führen, dass Andersdenkende in ihrer persönlichen oder wirtschaftlichen Freiheit eingeschränkt werden. Das Tanzverbot zu den Osterfeiertagen wird vom Land geregelt. Für die Jungen Liberalen gibt es keinen Anlass, jegliche Tanzveranstaltung zu untersagen. Das Verbot, mit dem die sogenannten „Stillen Tage" unter besonderen gesetzlichen Schutz gestellt werden, sei nicht mehr zeitgemäß. Betroffen sind davon nicht nur Tanzveranstaltungen, sondern auch Veranstaltungen in Räumen mit Schankbetrieb.

Der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen, Niklas Kelting (Bild: Junge Liberale Göttingen)