Geschrieben von Jennifer Bullert
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Das Refugee Network Göttingen zeigt sich empört über die Planungen der Göttinger Stadtverwaltung zur Aufrechterhaltung der Notunterkunft Siekhöhe. Dabei nimmt das Netzwerk Bezug auf eine Äußerung von Sozialdezernentin Petra Broistedt. Diese habe im November zugesichert, die Siekhöhe bis Ende 2018 zu schließen. Eine weitere Verlängerung der Notunterkunft lasse darauf schließen, dass die Stadt die Halle von Anfang an für mindestens fünf Jahr habe betreiben wollen, so das Netzwerk. Nur mit der befristeten Verlängerung habe sie eine Fortführung bislang politisch durchsetzen können. Die Unterbringung in der Siekhöhe sieht das Refugee Network Göttingen als „menschenunwürdig“, da die Bewohner dort ihr Leben nicht frei und selbstbestimmt gestalten könnten. Alternativen wie die frühere Voigtschule oder das IWF seien von der Stadt nicht gewollt, kritisiert Schriftführerin Anna Knapp. Dabei wären andere Unterkünfte weitaus besser für die Flüchtlingsunterbringung geeignet gewesen als die Siekhöhe, die einer Lagerhalle gleiche. Darum wolle sich das Netzwerk weiter für eine Schließung der Unterkunft einsetzen und fordert Solidarität und Integration statt Ausgrenzung und Isolation.