Geschrieben von Jeanine Rudat
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Die Initiative „Our House Nansen 1“ setzt die Besetzung des leerstehenden Wohngebäudes im Fridtjof-Nansen-Weg, das bis vor ein paar Monaten vom Goethe-Institut genutzt wurde, fort. Nach ersten Verhandlungen mit der Stadt Göttingen und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler haben die Aktivisten beschlossen, dass es nicht bei der einmaligen Besetzung von Montagmorgen bleiben soll. Sie fordern die Stadt weiterhin auf, den Verkauf des Gebäudes unverzüglich zu stoppen und dort selbst günstigen Wohnraum für Geflüchtete und andere Wohnungssuchende zu schaffen. Die Göttinger Linke Ratsfraktion und die Jusos Göttingen solidarisieren sich mit den Besetzern. Ein 6.000 qm großes Grundstück, bestehende Wohnmöglichkeiten für 60 bis 80 Menschen, die ohne Rieseninvestitionen bezugsfertig gemacht werden könnten und ein markantes Baudenkmal, das sozio-kulturellen Zwecken zugeführt werden könnte, müsse von der Verkaufsliste der Stadt endgültig gestrichen werden, fordert die Linke. Die Jusos besuchten gestern die Aktivisten. Für sie zeige die friedliche Besetzung, dass es günstigen Wohnraum in Göttingen geben könne, wenn man Leerstände konsequent in sozialen Wohnraum umwandele, so die Vorsitzende des Juso-Unterbezirks Göttingen, Larissa Freudenberger. Die Forderungen nach einer Schließung der Geflüchtetenunterkunft Siekhöhe, zugunsten einer menschwürdigen und stadtnahen Unterbringung, befürworten die Jusos. Die Zustände in der Siekhöhe seien für sie nicht hinnehmbar. Sie appelliert an die Stadt, alles Mögliche zu tun, um die Siekhöhe zu schließen und auf die Forderungen der Aktivisten einzugehen. Die Stadt Göttingen hat sich zu den Forderungen noch nicht geäußert.