Northeimer Kreis-SPD bedauert Schließung des Jugendfreizeitheims Silberborn
Die Northeimer Kreis-SPD bedauert die Schließung des Jugendfreizeitheims in Silberborn. Leider seien trotz vielfältiger Ideen zur Kostenminimierung und Attraktivitätssteigerung die Defizite der Einrichtung in den vergangenen Jahren ständig gewachsen. So würden sie sich aktuell auf über 200.000 Euro jährlich belaufen, obwohl bereits Ausschüttungserträge der EAM von 126.000 Euro in den Betrieb der Einrichtung geflossen seien. Eine notwendige Modernisierung mit Barrierefreiheit würde rund zwei Millionen Euro kosten. Rücklagen aus den Kapitalerträgen der EAM seien weitgehend aufgebraucht, eine Bezuschussung aus dem knapp kalkulierten Kreishaushalt scheide aus. Nach Auffassung der SPD im Kreistag sollte beim angestrebten Verkauf dennoch geprüft werden, ob der Käufer die Einrichtung weiterhin für Jugendarbeit bereitstellt. Ein entsprechender Vorschlag der Gruppe FDP/GfE zur Berücksichtigung bei der Preisgestaltung wurde vom Kreisfinanzausschuss aufgenommen. Die SPD begrüßt, dass nach dem angestrebten Verkauf die EAM-Erträge der Jugendstiftung des Landkreises zufließen sollen. Dort könnten dann mehr Projekte im Rahmen der Jugendarbeit gefördert werden. Wichtig sei für die SPD auch, dass alle über den 31. Dezember hinaus Beschäftigten auf Stellen des Landkreises übernommen werden und sozial verträgliche Lösungen gefunden wurden. Der Kreistag wird voraussichtlich in seiner Sitzung am 8. Juni endgültig über die Schließung des Jugendfreizeitheims entscheiden.
"Scheinbar sind Einrichtungen, wie das Jugendfreizeitheim Silberborn ein Stück weit aus der Zeit gefallen", so die stellvertretende Landrätin Gudrun Borchers. (Bild: Kreis-SPD Northeim)