Friedland: Boris Pistorius diskutiert über Integrationsprozesse im Sport
Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat am Dienstag das Akademie-Forum „Integration im und durch Sport – zwischen Vergangenheit und Zukunft“ in Friedland besucht. Ziel der gemeinsamen Veranstaltung des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen, des Museums und des Grenzdurchgangslagers Friedland ist es, neue Impulse für die aktuelle Debatte um das Einwanderungsland Deutschland zu setzen. Rund 100 Gäste diskutierten über Fragen, wie Integrationsprozesse aussahen und -sehen, welche Erfahrungen aus der Vergangenheit sich aktuell aufgreifen lassen und welche Herausforderungen sich durch heutige Zuwanderungsgruppen für Helfer in den Sportvereinen stellen. Unter den Gästen waren auch 25 sogenannte Verantwortungsbürger, also Menschen, die als Schnittstelle zwischen dem organisierten Sport und unterschiedlichen Organisationen der Flüchtlingshilfe fungieren. Sport habe die herausragende Fähigkeit, Menschen mit ganz unterschiedlichen kulturellen und persönlichen Hintergründen zu vereinen, so Pistorius. Diese große Integrationskraft möchte er gemeinsam mit dem Landessportbund Niedersachsen, dem Grenzdurchgangslager, dem Museum und der Gemeinde Friedland auch in Zukunft bestmöglich nutzen. Das Grenzdurchgangslager Friedland ist seit 1945 für viele zugewanderte Menschen Ausgangspunkt ihres neuen Lebens geworden. Der LSB Niedersachsen engagiert sich seit 1989 im Bundesprojekt „Integration durch Sport“, betreibt seit rund zehn Jahren gemeinsam unter anderem mit dem Land Niedersachsen die Projektdatenbank „Sport integriert Niedersachsen“ und arbeitet seit gut eineinhalb Jahren mit dem Grenzdurchgangslager inhaltlich zusammen.