Göttingen: Worbes übt Kritik an Interpretation von Landkreise-Ranking
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag, Martin Worbes, zeigt kein Verständnis für Kritik an der Landkreis-Fusion zwischen Göttingen und Osterode. Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Harald Noack, hatte die Fusion nach dem kürzlichen Erscheinen eines Landkreise-Rankings des „Focus“ kritisiert. In diesem Ranking war der neue Landkreis Göttingen schlechter bewertet worden als es vor der Fusion mit Osterode der Fall war. Laut Worbes sei es schwierig, die Position des fusionierten Landkreises im Ranking mit der vorherigen von nur einem Partner zu vergleichen. Er stellte außerdem die Aussagekraft des Rankings insgesamt infrage, denn Grundlage für den Vergleich der Landkreise seien vor allem wirtschaftliche Kriterien. Dass Göttingen dabei schlechter abschneiden würde als beispielsweise Automobilstandorte in Baden-Württemberg, sei keine Überraschung. Weiterhin gehörten zu einer Attraktivität eines Standortes nicht nur wirtschaftliche Kriterien. In einer anderen Studie, die vor allem Parameter zur Bestimmung der Lebensqualität berücksichtigte, habe der Landkreis Göttingen deutlich besser abgeschnitten als im Focus-Ranking und in Niedersachsen den fünftbesten Platz belegt. Dies sei ein Zeichen dafür, dass gerade für einen Wissensstandort wie Göttingen die Lebensqualität von zentraler Bedeutung sei, so Worbes. Diese habe nach seiner Einschätzung durch die Fusion der beiden Landkreise eher noch zugenommen.