NLT-Konferenz in Einbeck: Landkreise fordern 100 Millionen für Eingliederungshilfe
Die niedersächsischen Landkreise verlangen 100 Millionen Euro als Ausgleich für die geplante Reform der Eingliederungshilfe. Das verkündete der Präsident des Niedersächsischen Landkreistages und Göttinger Landrat Bernhard Reuter nach einer Konferenz des NLT in Einbeck. Die Reform der Eingliederungshilfe, mit der Menschen mit einem Handicap geholfen wird, dürfe nicht „zum Verschiebebahnhof für kommunale Lasten in den Kreishaushalten werden“, erklärte Reuter. Anlass für die Reform ist das neue Bundesteilhabegesetz, das 2017 vom Bundestag verabschiedet wurde. Der Vorschlag der Landesregierung, die Zuständigkeit für unter 18-jährige Menschen dem Land Niedersachsen zuzuweisen, sei fachlich vernünftig, aber erst akzeptabel, wenn das Land auch für die dadurch verursachten finanziellen Verwerfungen in den Landkreisen eintrete, so Reuter.