Geschrieben von Jeanine Rudat
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Zum Internationalen Tag der Gebäudereinigung ruft heute die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) dazu auf, den heimischen Reinigungskräften Anerkennung zu zeigen. „Respect for cleaners“ – das ist dabei das Motto aller zuständigen Gewerkschaften weltweit. Der Bezirksvorsitzende der Gebäudereiniger-Gewerkschaft Torsten Witt spricht von einem „richtig harten Job“. Nach Angaben der Arbeitsagentur gibt es im Landkreis Göttingen rund 2.200 Reinigungskräfte. Ihre Arbeit finde oft im Verborgenen statt. Wer morgens ins saubere Büro kommt, denke meist nicht daran, dass dort spätabends oder im Morgengrauen geputzt wurde, so Witt. Dabei müssten viele Gebäudereiniger unter hohem Zeitdruck arbeiten. Allerdings seien die Jobs in der Gebäudereinigung in den vergangenen Jahren spürbar attraktiver geworden. Die Löhne liegen deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn. Mittlerweile bekommt eine Reinigungskraft in der niedrigsten Lohngruppe 10,30 Euro pro Stunde. Glas- und Fassadenreiniger haben Anspruch auf einen Stundenlohn von 13,55 Euro. Der „Tag der Gebäudereinigung“ erinnert an einen Streik der Putzkräfte in Los Angeles, bei dem am 15. Juni 1990 die Streikenden brutal von der Polizei zusammengeschlagen wurden. Die Polizei musste nach einem Gerichtsverfahren schließlich 3,5 Millionen Dollar an die amerikanische Reiniger-Gewerkschaft zahlen. Der Streik führte zu einer Lohnerhöhung von 25 Prozent und zur Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung.

Einfach mal „Danke“ sagen – fürs saubere Büro und die harte Arbeit von Reinigungskräften. Dazu ruft die IG BAU Niedersachsen-Süd am Internationalen Tag der Gebäudereinigung auf. (Bild: William Diller/ IG BAU)