SPD, Grüne und Freie Wähler bedauern Absage zu Umzug der Zwangsarbeiterausstellung
Die SPD, Grünen und Freie Wähler Kreistagsfraktionen bedauern die Absage des Niedersächsischen Innenministeriums, die Zwangsarbeiterausstellung in das Museum Friedland zu integrieren. Derzeit befindet sich die Ausstellung in der BBS II. Mit dem Umzug sollte die Ausstellung in ein größeres Konzept eingebunden und langfristig einem erweiterten Besucherkreis zugänglich gemacht werden, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der drei Kreistagsfraktionen. Die Linke/Piraten/Partei-Gruppe im Kreistag bezeichnete die Bemühungen um den Umzug als einen Versuch der, so wörtlich, „Entsorgung des Themas“ und begrüßte die Absage ausdrücklich. SPD, Grüne und Freie Wähler wiesen diesen Vorwurf zurück. Die Zwangsarbeiterausstellung soll die Rolle von Zwangsarbeit im Nationalsozialismus aufzeigen. Über 16.000 Menschen mussten während des Zweiten Weltkriegs in den heutigen Landkreisen Göttingen und Northeim Zwangsarbeit für deutsche Betriebe leisten.