Geschrieben von Karina Heepe
Datum:
Unter dem Motto „Seebrücke Göttingen – Schafft sichere Häfen!“ haben sich gestern bei einer Kundgebung am Gänseliesel verschiedene Organisationen, Parteien und Einzelpersonen gegen die Handlungsweise der Großen Koalition ausgesprochen. Solange die Situation so schlecht ist, brauche es legale Fluchtwege für die Betroffenen, so die Forderung der Aktivisten. Insgesamt beteiligten sich mehr als 250 Menschen an der Unterstützungsaktion für Geflüchtete in Seenot. Gregor Kreuzer vom Kreisvorstand der Göttinger Grünen zur Situation auf dem Mittelmeer: „Momentan haben wir große Fluchtbewegungen. Die Menschen fliehen vor Verfolgung, vor Folter und werden dann in Boote gesetzt, die nicht hochseetauglich sind. Diese nicht hochseetauglichen Boote gehen dann in internationale Gewässer, wo vor wenigen Monaten noch Seenotrettungsorganisationen in der Lage waren, die Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Seitdem Italien einen rechtsradikalen Innenminister hat, werden plötzlich kleine Fehler an den Booten herangezogen, um es den Rettungsorganisationen zu verbieten, auszulaufen und die Menschen zu retten. Das ist ein riesiger humanitärer Skandal.“ Die Grünen fordern daher, dass die Seenotrettungsorganisationen wieder auslaufen dürfen. Außerdem solle den betroffenen Menschen in ihren Heimatländern direkt geholfen werden. Zudem verurteilen die Grünen die furchtbaren Zustände in Libyen, die bekämpft werden müssten.

Bei der Kundgebung versammelten sich mehr als 250 Menschen am Gänseliesel. (Bild: Karina Heepe)

Das Schlüsselwort hieß Solidarität. Damit wollten Organisationen, Parteien und Einzelpersonen die Menschenrechte noch einmal ins Bewusstsein rufen. (Bild: Karina Heepe)