Spaß haben, Kekse essen und die Welt verändern: Die Falken Göttingen
| Sendung: | Mittendrin Redaktion |
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| AutorIn: | Mira Lou Braun |
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| Dauer: | 03:43 Minuten bisher gehört: 685 |
Die Kindergruppe der Göttinger Falken malt Transparente mit ihren Wünschen und Forderungen (Bild: Mira Lou Braun)
Manuskript
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Die Falken sind ein explizit politischer Bildungsverband. Der Göttinger Ortsverband besteht aus mehreren Gruppen. Eine davon ist die „rotzfreche“ Kindergruppe, in der sich Sechs- Elfjährige treffen und gemeinsam mit Gruppenhelfern überlegen, wie sie die Welt gestalten wollen. Ole ist schon lange bei den Falken aktiv.
O-Ton 1, Ole, 18 Sekunden
„Ich bin bin elf Jahre alt und bin schon seit es die Gruppe hier gibt bei der Kindergruppe. Wir treffen uns einmal in der Woche jeden Donnerstag. Wir heißen halt die Kindergruppe. Wir sind so immer zehn bis 15 Kinder und es hat sich aber auch von Anfang an immer gesteigert wie viele wir sind.“
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Deutschlandweit gibt es inzwischen über 90 Gruppen und Verbände der sozialistischen Jugend. Die Falken möchten sich gemeinsam weiterbilden und etwas an den bestehenden Verhältnissen und der Gesellschaft verändern. Das soll natürlich auch Spaß machen. Die neunjährige Rokia berichtet über die gemeinsamen Unternehmungen der Kindergruppe.
O-Ton 2, Rokia, 18 Sekunden
„Wir toben ganz viel draußen. Wenn ganz ganz schlechtes Wetter ist, dann gucken wir auch manchmal einen Film. Wir haben letztens einen Film gedreht selber. Und wir essen ganz viele Kekse. Und wir gehen auf Demos und sprühen auch manchmal Graffiti auf Transpis oder so.“
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In der Kindergruppe wird neben Spiel und Spaß auch gemeinsam an gesellschaftlichen Themen gedacht und gearbeitet. Die Kinder entwickeln gemeinsam einen kritischen Blick auf die Welt und sprechen über Themen, die sie beschäftigen, sowie aktuelle Probleme. Der elfjährige Fin und die zehnjährige Emi erzählen, was ihrer Meinung nach derzeit auf der Welt schief läuft.
O-Ton 3 , Fin und Emi, 35 Sekunden
„Die Umweltverschmutzung, weil die Erde ist wirklich ein Paradies aber wir zerstören sie uns.“ - „Das Problem ist auch, dass so viel Müll im Meer ist. Es gibt ja jetzt auch richtige Müllinseln schon.“ - „Dieser Müll der im Meer ist, der verrottet halt nicht. Irgendwann wird es Mikroplastik.“ - „Und ich finde es auch schlimm, dass so viele Menschen, Geflüchtete auf der See ertrinken.“ - „Es sind ja auch ein paar Schiffe raus gefahren, um die Flüchtlinge dann zu retten aber die wurden dann nicht in die Häfen gelassen.“ - „Es kann ja nicht sein, dass man zuguckt, wie die Menschen vor deinen Augen ertrinken.“
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Besonders ist bei den Falken, dass nicht einfach die Erwachsenen bestimmen, was passiert, sondern alle gemeinsam entscheiden, ob und wie etwas gemacht wird. Auch lernen die Kinder, nicht in Konkurrenz zueinander zu stehen, sondern sich gegenseitig zu unterstützen und füreinander da zu sein. Naima Tiné ist Gruppenhelferin bei den Falken, die sich als politischer und linker Jugendverband verstehen.
O-Ton 4, Naima Tiné, 29 Sekunden
„Wir sind nicht parteigebunden. Für uns ist es ganz wichtig, ganz viel Mitbestimmung zu praktizieren und mit den Kindern, die bei uns organisiert sind und den Jugendlichen, gemeinsam zu lernen auf unsere Bedürfnisse und die Bedürfnisse anderer zu achten. Wir treten ein für eine Gesellschaft, die frei ist von Sexismus, von Rassismus auch von Kapitalismus. Das heißt, dass wir schon ganz früh anfangen, gemeinsam zu überlegen, wie wir eine Welt gestalten können, in der wir uns alle wohlfühlen und in der wir alle mitbestimmen können und niemand ausgeschlossen wird.“
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Bei den Falken sind alle willkommen, die Lust haben mitzumachen. Teil der Kindergruppe können alle zwischen sechs und elf Jahren werden. Wer zwischen elf und 16 Jahren alt ist, kann sich bei den Roten Falken engagieren. Für die Zukunft hat die Kindergruppe der Falken klare Vorstellungen, was sie sich von der Gesellschaft wünscht:
O-Ton 5, Kindergruppe, 15 Sekunden
„Frieden.“ - „Kein Kapitalismus mehr.“ „Freiheit und Solidarität.“ - „Eine befreite Gesellschaft.“ „Feminismus.“ - „Kein Krieg.“ - „Kein Rassismus.“ - „Kein Klimawandel.“ - „Weniger Arbeit.“ - „Weltfrieden.“ - „Freundschaft.“ - „Keine Kekse für Nazis.“
Zur Verfügung gestellt vom StadtRadio Göttingen
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