Portrait des Bundestagskandidaten Theodor Sommer (Freie Wähler)
| Sendung: | Aufgeweckt - Mehr am Morgen Redaktion |
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| AutorIn: | Dana Rotter |
| Datum: | |
| Dauer: | 05:11 Minuten bisher gehört: 235 |
Manuskript
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Theodor Sommer wurde 1960 in Duderstadt geboren und wohnt inzwischen mit seiner Familie in Gieboldehausen. Seine politische Laufbahn hat erst vor wenigen Jahren begonnen. So ist er Gründungsmitglied und seit 2010 stellvertretender Vorsitzende der Wählergemeinschaft GfG, „Gemeinsam für Gieboldehausen“. Und ebenfalls seit 2011 Gründungsmitglied und Vorsitzender des Bezirksverbandes Freie Wähler Südniedersachsen. Ihm liegt die Region sehr am Herzen, sagt er und sieht deswegen großen Handlungsbedarf um die Kommunen finanziell besser zu stellen.
O-Ton 1, Theodor Sommer, 30 Sekunden
„Wer die Leistungen bestellt, hat sie auch deckend zu bezahlen. Gleichzeitig haben wir ein Problem dadurch, dass wir einen Investitionsstau bei Straßen und Gebäuden haben, dass die Bürger sagen 'Wo geht unser Steuergeld hin?'. Wir müssen da die Ausstattungen auch unbedingt so machen, dass wir dauerhaft weiter überleben können. Die systemische Unterfinanzierung zwingt ebenfalls die Kommunen dazu, sämtliche freiwillige Leistungen an ehrenamtliche Vereine oder andere Institutionen komplett zu streichen.“
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Das sei ein fatales Signal für die Gesellschaft, so der dreifache Familienvater. Defizite sieht er auch beim Ausbau von regenerativen Energien. Er selbst ist direkt davon betroffen. Denn rund um Gieboldehausen sind weitere Windkraftanlagen geplant. Sommer fordert deswegen, dass der Gesetzgeber klarere Richtlinien erlassen soll, um Entscheidungen vor Ort zu erleichtern. Dabei müssten aber Bürger- und Naturbelange deutlich besser in Einklang gebracht werden, so Sommer.
O-Ton 2, Theodor Sommer, 26 Sekunden
„Wir sehen auch weiterhin, dass die Energiewende auf jeden Fall notwendig ist, dass sie vorankommen muss. (…) Daneben sehe ich klar die Aufgaben: Erstens Energieeinsparung, zweitens Forschung und Förderung von Kleinanlagen jeglicher Art und dezentrale Möglichkeiten der Einspeisung auch wirklich intensiv zu nutzen. So liegt die Machbarkeitsstudie der TU Clausthal-Zellerfeld zur Nutzung alter Bergwerke als Speicherseen vor.“
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Der an Südniedersachsen angrenzende Harz sei dafür gut geeignet. Man müsse, fährt Sommer fort, den Ausbau der regenerativen Energien, der gut begonnen hat, nun mit moderner Technik fortsetzen. Doch nicht nur bei der Energiewende fordert der 52-jährige ein Umdenken, sondern auch beim demografischen Wandel. Für den ländlichen Raum müssten neue Strukturen gefunden werden, um ihn attraktiver zu gestalten. Wie beispielsweise durch
O-Ton 3, Theodor Sommer, 22 Sekunden
„gleiche Richtlinien in der Bildungspolitik und bessere gesetzliche Rahmenbedingungen für Familie und Beruf. (…) Eine Familienförderung muss wirklich wieder zielgerichtet erfolgen und man muss sich auch trauen, hier klare Richtlinien zu erarbeiten. (…) Die Rahmenarbeit der ehrenamtlichen Aktivitäten insgesamt sollten weiter verbessert werden.“
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Ein großes Problem ist für Sommer Politikverdrossenheit bei den Bürgerinnen und Bürgern. Deswegen müsse die Demokratie auf allen Ebenen - von der Kommune bis zum Bund - neu belebt werden. Doch dafür seien die politisch Handelnden oftmals zu weit weg von den Bürgern. Sommer sieht eine Möglichkeit diese Situation zu verbessern: Durch Bürgerentscheide müssten die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Politik eingebunden werden. Und das soll bereits auf Kommunalebene beginnen.
O-Ton 4, Theodor Sommer, 27 Sekunden
„Da ist es möglich, vor den Beratungen eine Aussprache der Bürger rechtlich einzuführen in die Satzung, wo dann wirklich auch eine Bürgerbeteiligung vorab möglich ist. Im Kreis, Land, Bund sollten die vorhandenen Instrumente bei wichtigen Entscheidungen, wie zum Beispiel unserer Kreisfusion, auch genutzt werden für ein Meinungsbild. (…) Und die Politik hat dann natürlich auch die Aufgabe Entscheidungen gut vorzubereiten und gut zu erklären.“
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Sommer hat aber auch noch andere Schwerpunkte, für die er sich als Bundestagsabgeordneter einsetzen würde. So müsse der Eurorettungsschirm aus seiner Sicht dringend nachjustiert werden, es werde mehr Schwung benötigt, um die gesamte Wirtschaftlichkeit der Region Südniedersachsen nach vorne zu bringen und besonders liegt ihm die Förderung von Familie und Beruf am Herzen.
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