Portrait des Bundestagskandidaten Roy Kühne (CDU)
| Sendung: | Aufgeweckt - Mehr am Morgen Redaktion |
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| AutorIn: | Wieland Gabcke |
| Datum: | |
| Dauer: | 04:53 Minuten bisher gehört: 199 |
Manuskript
O-Ton 1, Kühne, 0,10 min
„Mein Name ist Roy Kühne, ich wohne in Northeim, wohne hier seit 1999, kandidiere derzeit für die CDU und bin 45 Jahre alt.“
Text
Prall gefüllt ist der Terminkalender von Roy Kühne. Doch für ein kurzes Treffen in seinem Gesundheitszentrum in Northeim hat der gelernte Sport- und Physiotherapeut Zeit. In Halle hat der gebürtige Magdeburger Sport und Biologie auf Lehramt studiert. Anschließend wurde er zum Doktor der Philosophie promoviert. 1999 eröffnete er seine Praxis in Northeim, vier Jahre später dann das Gesundheitszentrum in der Northeimer Altstadt. 2005 schloss sich der zweifache Familienvater schließlich der CDU an.
O-Ton 2, Kühne, 0,31 min
„Ich bin damals in die Partei eingetreten, weil ich gesehen habe, dass vor Ort, gerade in meinem Feld Gesundheitspolitik viele Probleme vom grünen Tisch aus gelöst werden. […] Und ich bin deshalb damals auch in die CDU eingetreten, weil die CDU für mich eigentlich die Partei ist, die auch bezahlbare Lösungen in der Gesundheitspolitik anbietet und in die Zukunft betrachtet hoffentlich ein transparentes System von Medizinpolitik anbietet, so dass der Bürger versteht, was Gesundheit wert ist.“
Text
Bezahlbar bedeutet für Kühne, dass Leistungen entsprechend des gesundheitlichen Zustands eines Menschen angeboten werden. In der Bevölkerung herrsche kein Bewusstsein darüber, was Medizin eigentlich kostet. Die immer noch verbreitete Mentalität vieler Patienten, ungesund zu leben, zum Arzt zu gehen und sich dann etwas verschreiben zu lassen, funktioniere nicht mehr, ist Kühne sich sicher. Gerade der Präventionsgedanke müsse mehr Bedeutung bekommen, um Krankheiten zu vermeiden, die in Zukunft sehr teuer werden könnten, sagt Kühne.
O-Ton 3, Kühne, 0,35 min
„Viele Länder in Europa machen uns das vor, dass wir mit der Bewusstseinsveränderung in den Köpfen der Menschen, das geht bei den Eltern los, das geht bei der Erziehung der Kinder im häuslichen Essensverhalten weiter, einen großen Beitrag dazu leisten, unseren Staat, unsere Ausgaben im Bereich Medizin zu entlasten und die einfach in andere wichtige Bereiche rein zu stecken. Zum Beispiel Schaffung von Arbeitsplätzen, zum Beispiel Schaffung von Kindertagesstätten, zum Beispiel Bildungspolitik. Da ist das Geld nach meiner Meinung besser aufgehoben, als irgendwie irgendwelchen Leuten Medikamente zu geben, bloß weil sie eigentlich im Kopf zu faul sind, etwas für ihre Gesundheit zu tun.“
Text
In Unternehmen sei der Präventionsgedanke inzwischen schon angekommen, lobt der Sporttherapeut. Dort kümmere man sich um die Gesundheit der Mitarbeiter, was den Krankenstand mindere und so allen zu Gute komme. Den Staat sieht Kühne in der Pflicht, die Gesundheitsprävention weiter auszubauen, genauso wie die ärztliche Versorgung auf dem Land. In seinem Wahlkreis würde der CDU-Kandidat auch eine Ansiedlung von Unternehmen begrüßen. Kühne kann sich vorstellen, große Automobilunternehmen in die Region zu holen oder mit gezielten Subventionen und Know-How Startups und junge Unternehmer zu fördern.
O-Ton 4, Kühne, ca. 0,40 min
„Auf meiner Tour durch den Wahlkreis, das betrifft Osterode und auch den Harz, (…) ist es deutlich, dass dort kaum noch Firmen die Möglichkeit haben in Bereiche vorzudringen, wo sie profitabel sind. Das hat mit vielen, vielen Aspekten regional zu tun, klar im Raum Goslar fiel irgendwann mal die Grenzförderung weg. Man kann darüber spekulieren, weshalb danach ein Start verschlafen wurde. Fakt ist für mich, dass wenn man gezielt Subventionen einsetzt, nicht einfach nur mit der Gießkanne rausstreut, diese auch ergebnisorientiert einsetzt, dass wir dann unsere Region wieder vorwärts bringen könnten und ich denke sogar in einer absehbaren Zeit ohne Förderung auskommen könnten.“
Text
Kühne versteht sich als Netzwerker. Durch ein Bundestagsmandat möchte er wirtschaftliche Verbindungen zwischen seiner Region und der Industrie knüpfen. Sollte die CDU die Wahl gewinnen, geht Kühne von einer Neuauflage von Schwarz-Gelb aus. Viele Sachen, vor allem nicht eingehaltene Versprechen von CDU und FDP, müssten aber auch hinterfragt werden, meint der Northeimer Gesundheitspolitiker, ohne konkret zu werden. Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Spitze sieht Kühne aber keinen Grund für einen groß angelegten Kurswechsel.
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