Geschrieben von Julia Kleine
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Forscher der Universität Göttingen haben eine neuartige Software zur Simulation von Zuchtprogrammen entwickelt. Mit dem „Modular Breeding Program Simulator“ (MoBPS) können gängige Prozesse in der Zucht wie Selektion, Reproduktion oder die Erfassung von züchterischen Merkmalen realitätsnah modelliert werden. Durch die Simulation von Zuchtprogrammen könnten Rückschlüsse auf genetische Fortschritte gezogen werden, so Torsten Pook vom Zentrum für Integrierte Züchtungsforschung Cibreed der Universität Göttingen. Auch potenziell problematische Faktoren wie Inzucht oder nachteilige Effekte auf die Gesundheit der Tiere könnten so frühzeitig erkannt werden. Das Programm soll außerdem ein Eckpfeiler für weiterführende Studien in der Göttinger Züchtungsforschung sein. Neben rein wirtschaftlichen Kriterien in der Züchtung strebt das Forscherteam auch Ziele wie Nachhaltigkeit, Erhaltung der genetischen Diversität und gesellschaftliche Akzeptanz an.

Torsten Pook vom Zentrum für Integrierte Züchtungsforschung Cibreed der Universität Göttingen (Bild: Privat)