DGB Kreisverband Göttingen fordert neuen Handlungsansatz in Wohnraumpolitik der Stadt
Der DGB Kreisverband Göttingen hat eine grundsätzliche Änderung der Wohnraumpolitik der Stadt gefordert. Außerdem unterstützt der Verband mehrere Gesetzesinitiativen auf Landesebene. Hintergrund sind bundesweit bekannt gewordene Mängel in der Unterbringung mobil Beschäftigter sowie in der Wohnraumsituation finanziell schwächerer Menschen in Göttingen. Laut dem DGB zeige der Zugang zu angemessenem und bezahlbarem Wohnraum in Göttingen unter Pandemiebedingungen die tiefe Spaltung des sozialen Friedens. Der Gewerkschaftsdachverband sieht die Ursache des Problems in einem nicht ausreichend vorhandenen sozialen Wohnraum in der Stadt. Der DGB kritisiert Immobilienfirmen wie Vonovia, die ADLER Real Estate AG und die Coreo Real Estate, aber auch lokale Akteure. Sie würden die verbleibenden günstigeren Wohnquartiere aufkaufen und diese für die Mieter teuer sanieren. Gleichzeitig stelle die öffentliche Hand nicht ausreichend bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung. Laut der DGB Kreisverbandsvorsitzenden Agnieszka Zimowska müsse sich die Kommune Göttingen die Kritik gefallen lassen, jahrelang nicht ausreichend gehandelt zu haben. Sozialer und bezahlbarer Wohnbau aus öffentlicher Hand sei zudem nicht ausreichend gefördert worden.