DGB Südniedersachsen warnt vor verlorenem Jahr für die Berufsausbildung
Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Südniedersachsen hat vor Ende des Ausbildungsjahres vor einem verlorenen nächsten Jahr für die Berufsausbildung gewarnt. Zuletzt prognostizierten in Niedersachsen die Handwerkskammer zehn Prozent und die Industrie – und Handelskammer bis zu 20 Prozent weniger gemeldete Ausbildungsplätze. DGB-Regionsgeschäftsführerin Agnieszka Zimowska zeigte sich besorgt über diese Entwicklung. Vor dem Hintergrund des bundesweiten Fachkräftemangels dürfe keiner verloren gehen. Gerade die Hotel- und Gaststättenbranche suche händeringend qualifizierte Kräfte. Gleichzeitig treffen Corona-Effekte die Branche besonders hart. Wenn jetzt also Ausbildung zurückgefahren wird, verschärfe sich das Problem weiter. Allerdings sei auch die Qualität der Ausbildung sehr wichtig, gerade hier hätten viele gastronomische Ausbildungsbetriebe in den letzten Jahren ein schlechtes Bild abgegeben, so Zimowska. Obwohl jeder Betrieb von qualifizierten Fachkräften abhinge, bildet nur noch rund ein Fünftel der Betriebe selbst aus.