Corona-Proteste in Südniedersachsen nehmen zu - Heute Gegendemonstration in Herzberg
Am Montag ist es in Stadt und Landkreis Göttingen zu weiteren Protesten gegen die Corona-Politik gekommen. Sowohl in Göttingen, als auch in Duderstadt, Hann. Münden und Herzberg haben jeweils zwischen 20 bis 80 Menschen Mahnwachen abgehalten. Nach Angaben der Polizei verliefen diese ohne Zwischenfälle, lediglich in Göttingen leiteten die Beamt*innen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen einen Versammlungsteilnehmer ein. Dieser hatte gegen die Maskenpflicht verstoßen und wurde des Platzes verwiesen. In Göttingen hatten zudem rund 60 Menschen gegen die Kundgebung der „Freien Niedersachsen“ demonstriert. Für heute hat der DGB dazu aufgerufen, sich an den Protesten des Aktionsbündnisses Südniedersachsen gegen Corona-Kritiker*innen zu beteiligen. Unter dem Motto „Die demokratische Mehrheit steht auf: Fakten und Solidarität als Richtschnur der Corona-Politik – auch in schweren Zeiten!“ demonstriert es heute gegen eine Versammlung der „Liberalen Konservativen Reformer“. Diese ist dem rechten Spektrum zuzurechnen. Kritik an der Gesundheitspolitik sei zwar durchaus angebracht, erklärte Gewerkschafterin Agnieszka Zimowska. Im Fokus müssten dabei aber die Themen Bezahlung und Arbeitsbedingungen stehen. Der DGB Region Südniedersachsen-Harz warnt mit Verweis auf eine Analyse des Antifaschistischen Bildungszentrums und Archivs Göttingen (ABAG) vor zunehmend extrem rechten Aktivitäten im Zusammenhang mit den Corona-Protesten. Der Gegenprotest des Aktionsbündnisses Südniedersachsen beginnt heute um 17 Uhr auf dem Herzberger Marktplatz.