Geschrieben von Roman Kupisch
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Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Göttingen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Mit 7.632 Verkehrsunfällen wurde ein Anstieg von 5,8 Prozent im Vergleich zu 2020 erreicht. Das geht aus der polizeilichen Verkehrsunfallstatistik für den Landkreis Göttingen hervor. Dabei erhöhte sich auch die Zahl der Unfälle mit Personenschäden auf insgesamt 935, das sind 39 Fälle mehr als im Vorjahr. Ebenso stieg auch die Zahl der Verkehrstoten von 9 auf 12 Fälle. Einzig bei der Zahl der Schwerverletzten ist ein Rückgang der Fälle zum Vergleichszeitraum 2020 zu verzeichnen. Hier sank die Zahl der Fälle von 154 auf 134. Trotz der insgesamt leicht gestiegenen Zahlen sei im längerfristigen Vergleich ein deutlicher Rückgang der Unfallzahlen zu verzeichnen. Bei der Beteiligung an Unfällen mit Personenschaden, aufgeschlüsselt nach Risikogruppen, ergibt sich ein gemischtes Bild. Eine geringe Zunahme wurde für die Gruppe der Kinder und jungen Erwachsenen festgestellt. Bei den Senioren stiegen zwar die Unfallbeteiligungen leicht, dafür wurden hier weniger Schwerverletzte und Getötete gezählt. Auch bei den Radfahrern im Stadtgebiet lässt sich eine leichte Zunahme der Unfallbeteiligungen feststellen – im längerfristigen Vergleich bleiben die Zahlen aber weiterhin niedrig. Wie bereits 2020 kam es hier zu keinen tödlichen Kollisionen. Auch lässt sich für Göttingen nicht der bundesweite Trend bestätigen, wonach ältere Menschen überdurchschnittlich häufig an Unfällen mit Elektrofahrrädern beteiligt seien. Sprunghaft gestiegen sind hingegen die Zahlen der Unfallbeteiligungen von E-Scootern. Wurden 2019 noch keine Unfälle mit den Scootern gezählt, waren es 2020 immerhin schon fünf, 2021 dann aber bereits 28. Auf der Autobahn im Bereich der Polizeiinspektion wurden zwar weniger Unfälle gezählt, dafür ist die Zahl der leicht- und schwerverletzten Personen gestiegen. Gesunken ist allerdings die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer. 2020 starben drei Menschen auf der Autobahn. 2021 erlag ein LKW-Fahrer seinen Verletzungen. Bei allen tödlichen Autobahn-Unfällen der vergangenen beiden Jahre waren LKW beteiligt.