Geschrieben von Jennifer Bullert
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Nachdem Alexander Selchow in der Neujahrsnacht 1990/1991 von zwei rechtsextremen Tätern in Rosdorf mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt wurde, fordert nun eine Gedenkinitiative, die Tat als politisches Verbrechen anzuerkennen. Dazu hat sie nun die Rosdorfer Erklärung verabschiedet. Sie soll auch in den kommenden Sitzungen von Orts- und Gemeinderat thematisiert werden. Wie die parteiübergreifende Initiative erklärte, wolle sie beispielsweise auch Unterstützung von Seiten der Landtagskandidierenden einwerben. Zudem ist eine Unterschriftenaktion beim Sommerfest des Familienzentrums am 10. Juli geplant. Die Initiatoren betonen in der Rosdorfer Erklärung, dass sich politisch motivierte Tötungsdelikte nur verhindern ließen, wenn an diese erinnert, sie klar als solche benannt und sich kontinuierlich damit beschäftigt werde. Das Projekt zum Gedenken an Alexander Selchow hatte am 21. April mit einer Auftaktveranstaltung gestartet. Geplant ist dabei unter anderem eine Stationen-Wanderung in Rosdorf.