Wenn die Chemotherapie nicht anschlägt: Forschungsprojekt mit Göttinger Beteiligung soll frühzeitig alternative Therapiemöglichkeiten aufzeigen
Die Deutsche Krebshilfe fördert ein Verbundprojekt unter der Leitung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit rund 3,4 Millionen Euro. Hintergrund ist die Entwicklung einer Methode, mit der vorhergesagt werden soll, ob Patient*innen auf vorgesehene Therapien bei B-Zell-Lymphomen ansprechen. Das ergibt sich aus einer Mitteilung der UMG. Demnach ist das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom die häufigste Lymphomart. Während ein Großteil der Patient*innen mit einer Chemotherapie geheilt werden kann, sprechen rund 30 Prozent schlecht auf die Standardtherapie an. Hier kommen dann andere Therapieverfahren zum Einsatz. Im Rahmen des Projekts „MMML-Predict“ soll herausgefunden werden, welche diagnostischen Tests den Erfolg einer Standardtherapie schon im Vorfeld zuverlässig erkennen lassen. Bislang ist unklar, welche Faktoren für das Therapieansprechen entscheidend sind. Koordiniert von der UMG sammeln nun Forschende an neun universitären Standorten entsprechende Daten. Ziel des Projekts sind kostengünstige Testverfahren, die schon früh die geeignete Therapie anzeigen.