Uni Göttingen: EU hat deutsch-japanisches Informatikprojekt mit „ausgezeichnet“ bewertet
Die Europäische Union hat ein deutsch-japanisches Informatikprojekt unter der Leitung der Universität Göttingen zum Abschluss mit „ausgezeichnet“ bewertet. Die Forscher hatten an einer Technologie gearbeitet, die im Falle einer Naturkatastrophe, wie einem Erdbeben, Hurrikan oder Tsunami, Informationen übermitteln kann. Dabei beachteten die Wissenschaftler, dass die Technologie verlässlich und besonders energiesparend funktionieren muss, auch wenn herkömmliche Informationswege und die Energieversorgung beeinträchtigt sind. Die EU hatte das Projekt drei Jahre lang mit insgesamt 1,5 Millionen Euro finanziert. In Zukunft werden die Wissenschaftler weiter zusammenarbeiten. Die EU und das National Institute of Information and Communications Technology in Japan haben die Förderung des Nachfolgeprojekts bereits bewilligt. Ziele sind unter anderem ultra-hochaufgelöste Videoübertragungen von Massenveranstaltungen wie der Fußball-Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen. Darüber hinaus arbeiten die Forscher an der Effizienz der kommenden Generation von Mobilfunknetzen, die beispielsweise in der Lage sein müssen, bis zu 100 Milliarden Endgeräte mit dem Internet zu verbinden. Koordiniert wird das Nachfolgeprojekt von der Universität Göttingen, die Laufzeit beträgt drei Jahre.