Max-Planck-Institut entwickelt mit internationalem Forscherteam Methode zur Moleküldarstellung
Das Göttinger Max-Planck-Institut (kurz MPI) für biophysikalische Chemie hat gemeinsam mit Forschern aus Österreich und den USA neueste Methoden der Elektronenmikroskopie und der Proteinsynthese kombiniert und damit eine neue Dimension in der Darstellung von Molekülen erreicht. Das Forscherteam um Holger Stark vom MPI, Jan-Michael Peters vom Wiener Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie und Brenda Schulman vom St. Jude Children’s Research Hospital in Memphis untersuchte große, komplexe Moleküle. Diese sind in der Zellteilung für die korrekte Aufteilung der Chromosomen wichtig. Sie brächten es aber auf kaum mehr als ein Zehntausendstel eines Millimeters, was eine große Hürde für die Forscher darstelle. Wären sie sichtbar, so könnte man ihre Funktionsweise viel eher verstehen, so Peters. Die nun entwickelte Methode erlaubt es, Proteine sichtbar zu machen, deren Durchmesser weniger als ein Hundertstel eines menschlichen Haares beträgt. Auf lange Sicht hoffen die Forscher, dass so fehlerhafte Chromosomenverteilungen und die sich daraus ergebenden Erkrankungen besser verständlich und womöglich zu verhindern sind.