Bundestagsabgeordnete der Region kritisieren geplatzte Jamaika-Sondierungen
Die Bundestagsabgeordneten aus Göttingen und Northeim kritisieren das Scheitern der Sondierungsgespräche zur Bildung einer Jamaika-Koalition auf Bundesebene. Northeims CDU-Bundestagsabgeordneter Roy Kühne rügt die FDP für ihre Absage an weitere Sondierungen. Er stellt infrage, wie sehr die Gesprächsteilnehmer sich über ihre staatspolitische Verantwortung im Klaren wären. Der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler nannte das Verhalten der Liberalen „verantwortungslos“. Jürgen Trittin, Abgeordneter der Grünen auf Bundesebene und einer der Unterhändler bei den Sondierungsgesprächen, kritisiert, dass die Freien Demokraten auf ein abschließendes Angebot mit einer fertigen Pressemitteilung reagiert hätten. Der Göttinger FDP-Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle verteidigte den Entschluss seiner Partei hingegen. Nicht das Thema Familiennachzug hätte zum Scheitern der Gespräche geführt. Vielmehr sei unter anderem fehlende Kompromissbereitschaft einer der Gründe gewesen. Kuhle unterstützte die Aussage des FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner, dass das Einstehen persönlicher Überzeugungen Vorrang vor dem Erhalt von Posten hätte.