Geschrieben von Lasse Dreyer
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Krankenkassen planen offenbar Einsparungen bei der Notarztversorgung im Altkreis Osterode: Der Standort Osterode am Harz soll künftig nur noch tagsüber besetzt werden, nachts müsste ein Notarzt von einem anderen Standort anrücken. Der Kreistag reagierte mit einem einstimmig beschlossenen Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion, der die Kreisverwaltung auffordert, mit den Kostenträgern über den dauerhaften Erhalt der 24-Stunden-Versorgung zu verhandeln. Der Standort Barbis, der ursprünglich ebenfalls betroffen sein sollte, bleibt nach aktuellem Stand weiterhin rund um die Uhr besetzt. Mittlerweile gibt es zu dem Thema auch eine Petition, die den dauerhaften Erhalt der 24-Stunden-Besetzung in Osterode fordert und vor längeren Hilfsfristen durch die ländliche, dünn besiedelte Struktur der Region warnt. Auch der FDP-Kreistagsabgeordnete Dr. Thomas Carl Stiller positionierte sich klar gegen die Sparpläne. Als Landarzt und Notfallmediziner warnte er, ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Duderstadt könne einen 24/7-Standort in Osterode oder Barbis wegen der topographischen Lage des Harzes nicht ersetzen. Er begrüßte den einstimmigen Kreistagsbeschluss und forderte, auch die kommende Ausschreibung müsse eindeutig auf eine durchgehende Besetzung beider Standorte ausgerichtet werden.