Geschrieben von Nico Mader
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Braucht es in Göttingen eine Bettensteuer? Darüber diskutiert der Wirtschaftsausschuss in Göttingen kommende Woche. Während die Grünen dafür sind, lehnt die Industrie- und Handelskammer Göttingen den Vorschlag ab. Sie belaste die Hotels und Gastbetriebe, und sorge für mehr Bürokratie heißt es in einer Stellungnahme. Außerdem schließe sie Tages-Touristen aus. Mit dieser Begründung lenkt die IHK die öffentliche Aufmerksamkeit nun um – und bringt eine Tourismusabgabe ins Spiel. Diese ermöglicht das niedersächsische Kommunalabgabengesetz. Dem Gesetz zufolge kann eine solche Abgabe auf Sehenswürdigkeiten und besondere Freizeitangebote angewendet werden. In der Region haben einige andere große Städte eine Bettensteuer; unter ihnen sind Kassel und Hannover. Laut Rechnung der Grünen könnte die Stadt durch diese Steuer auf Mehreinnahmen von 1,5 Millionen Euro hoffen, bei knapp 100.000 Euro an Personalkosten.