Gesundheitsminister Philippi verteidigt telefonische Krankschreibung bei Besuch in Herzberg
Auf Bundesebene wird es heiß diskutiert, nun ist es auch in der Region Thema: Die Krankheitstage von Arbeitnehmenden und die mögliche Abschaffung der telefonischen Krankschreibung. Der niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi hat die Druckerei Jungfer in Herzberg besucht, um mit Geschäftsführer Andreas Wulf über dieses Thema zu sprechen. Davon berichtet der Harz Kurier. Wulf berichtete dabei von hohen Krankenständen und einzelnen Betrugsfällen. Philippi zeigte Verständnis für den Frust der Unternehmen, verteidigte das Verfahren der telefonischen Krankschreibung aber als Entlastung für Arztpraxen. Kritik kam von Betriebsrat und Gewerkschaft: Sie bemängeln, dass Arbeitnehmervertrende nicht über den Ministerbesuch informiert wurden. Als Grund für die hohen Krankenstände nennt der Betriebsratsvorsitzende Jörg Liehmann auch betriebliche Ursachen wie Erkrankungen durch Zugluft.