Göttinger Forscherteam leitet Studie zu Wichtigkeit von Gewässern in Städten
Flüsse, Seen und Teiche innerhalb von Städten spielen eine wichtige Rolle für die Ernährung und die soziale Inklusion. Diese Erkenntnisse hat nun ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Unis Göttingen und Kassel gewonnen. Die Forschenden haben dabei in vier indischen Großstädten Menschen befragt, die in der Nähe von Gewässern Nahrung gesammelt haben. Dabei wurden 1.200 Personen darauf untersucht, wie häufig sie nach Nahrung am Wasser suchen, wie sie das machen und warum sie das machen. Das Ergebnis: Frauen, ältere Menschen und Menschen aus marginalisierten Gruppen waren am häufigsten auf Nahrungssuche. Gründe für die Nahrungssuche waren dabei vor allem gesundheitliche und wirtschaftliche Aspekte. Das eigene Suchen nach Lebensmitteln belaste das eigene Einkommen nicht. Auch das Ausleben kultureller Bräuche und Anschluss an soziale Interaktionen waren Gründe für die eigene Nahrungssuche. Die Studie liefert weitere Erkenntnisse für die Wichtigkeit von urbanen Gewässern. Das Forscherteam fordere daher, diese stärker in den Fokus von Stadtplanung zu rücken.