IG Metall Northeim/Göttingen kritisiert angekündigte Stellenstreichungen bei Zeiss Göttingen scharf
Es sind Zahlen, die vielen Beschäftigten Sorgen machen: Beim Optik-Konzern Zeiss in Göttingen sollen bis 2030 rund ein Drittel der 380 Arbeitsplätze wegfallen. Welche Stellen betroffen sind, ist noch unklar. IG Metall und Betriebsrat kritisieren die Pläne jetzt öffentlich. Hauptgrund für den geplanten Stellenabbau seien falsche Managemententscheidungen, die nun auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen werden würden, sagt IG-Metall-Vertreter Sascha Rossmann. Obwohl die Produktion am Standort funktioniere und das nötige Know-how vorhanden sei, sollen einige Produkte künftig ins Ausland verlagert oder ausgelagert werden. Ein Konzept, das aus Rossmanns Sicht nicht aufgehe und die komplette Existenz des Standorts Göttingen gefährde. Betriebsrat und IG Metall fordern Standortsicherheit bis mindestens 2035 ohne Stellenkürzungen und Auslagerungen. Die Pressestelle von Zeiss hat uns mitgeteilt, dass sie die genannten Arbeitsplätze aus Kostengründen streichen wollen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Als nächstes stehen Gespräche zwischen Beschäftigten, Betriebsrat und Geschäftsführung an. Eine Schlichtung ist für Februar geplant. Streiks sind vorerst nicht vorgesehen.
Die Pläne zur Stellenkürzung sind Mitte 2025 bekannt geworden. (Bild: Carolin Zarske)